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Neujahrsempfang 2019

Losheim am See. Neujahrsempfang der Vereinigung Losheimer Unternehmen widmet sich der Zukunft der Stauseegemeinde.


Kreativität, Mut und Weitblick – diese Eigenschaften sind gefragt, wenn es neue Perspektiven für den Strukturwandel geben soll. Deshalb standen diese drei Begriffe auch als Motto über dem Neujahrsempfang der Vereinigung Losheimer Unternehmen (VLU) am Sonntagvormittag im Losheimer Saalbau. „Reichen Verbundenheit und Treue zur Region aus?“, fragte VLU-Vorstandssprecher Kai Seiwert zu Beginn der Veranstaltung. Was muss verändert und weiterentwickelt werden, um für den Kunden Mehrwert (sprich: „mehr Wert“) zu schaffen?

Dieser Frage gingen auch die weiteren Redner der Veranstaltung nach, allen voran der Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See, Lothar Christ, der zunächst eine recht positive Bilanz für das Jahr 2018 zog. Es war mit drei Partnerschaftsjubiläen ein Jahr der internationalen Kontakte. Es war aber auch ein Jahr, das mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließen konnte. Für 2019 wurden öffentliche Investitionen in Höhe von acht Millionen Euro in der Gemeinde auf den Weg gebracht. Parallel dazu sollen in den beiden kommenden Jahren die Schulden aus Investitionskrediten um zwei Millionen Euro vermindert werden.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der Landesentwicklungsplan, der 1974 die Gebietsreform einleitete, inzwischen 45 Jahre alt ist und es nun an der Zeit sei, ihn neu zu überdenken. Die Tatsache, dass Losheim immer noch als Grundzentrum eingestuft ist, schade der Wirtschaft der Gemeinde und gefährde ihre Arbeitsplätze.

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans griff das Motto auf, das die VLU ihrer Sitzung vorangestellt hatte. Diese drei Tugenden seien in Losheim in den vergangenen Jahren sehr intensiv gepflegt worden. Er bescheinigte den Verantwortlichen eine hervorragende Wirtschaftsführung und nannte Losheim eine beeindruckende Vorzeigekommune, die ihre Attraktivität so gesteigert habe, dass viele Menschen immer wieder gerne hier herkommen. Das Saarland hinke der Bundesrepublik wirtschaftlich immer noch ein wenig hinterher. „Große Schuldenlasten aus der Vergangenheit und wegbrechende Märkte haben uns vor große Herausforderungen gestellt“, erklärte Hans.

Deshalb sei in den vergangenen Jahren viel getilgt und nur verhalten investiert worden. Trotzdem erfreue sich das Land eines hohen Beschäftigungsstandes, und dies sei vor allem dem Mittelstand zu verdanken. Das Saarland gelte als Industriestandort, aber sein eigentliches Rückgrat und sein Jobmotor seien die mittelständischen Betriebe, die in vergleichbaren Zeiträumen wesentlich mehr Arbeitsplätze geschaffen haben als die Industrie.

Eine Milliarde Euro soll nach den Worten des Regierungschefs zwischen 2020 und 2030 investiert werden, um das Land weiter voranzubringen, und davon sollen auch die Kommunen profitieren.

Thomas Emmerich aus Grünstadt stellte eine Geschäftsidee vor, die er in seiner Druck- und Daten GmbH entwickelt hat. Über eine App, das „Mitmach-Netzwerk“ coupinos, können Gewerbetreibende ein digitales Schaufenster im Smartphone ihrer Kunden bespielen und immer wieder neu auf aktuelle Angebote aufmerksam machen.

Der Neujahrsempfang mündete in einen lebhaften Interessenaustausch – wie immer hervorragend musikalisch begleitet von „Sir Henry´s Dixie Band“.

Der Verein der Losheimer Unternehmen e.V. versteht sich als Interessenvertretung für seine Mitglieder.

Zu denen zählen Gewerbetreibende aus den Bereichen Dienstleistung, Gastronomie, Handwerk und Handel.

Die Attraktivität der Gemeinde Losheim am See soll durch gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen wie verkaufsoffene Sonntage erhöht werden.

Letzte Änderung am Sonntag, 17. März 2019 um 11:58:41 Uhr.

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